Karma in der Astrologie
Eine der wesentlichen, westlichen esoterischen Disziplinen, die sehr viel mit dem Begriff Karma arbeitet, ist die Astrologie. Moderne Astrologen haben bezüglich der Wiedergeburt Auffassungen, die den klassischen, östlichen Religionen recht nahe kommen.
Der Mensch erlebt ihrer Meinung nach eine lange Reihe von Wiedergeburten,
wobei in jeder Inkarnation eine andere Lebensaufgabe im Mittelpunkt steht. Die einzelnen Energien, die bei diesen Aufgaben zum Einsatz kommen, werden von den unterschiedlichen Planeten und Tierkreiszeichen dargestellt. Karma ist in ihren Augen die Summe dieser Lebenserfahrungen bzw. Lebensgeschichten.
Soweit sind sich alle großen Schulen der westlichen Astrologie einig. Darüber hinaus gibt es aber auch noch einige theoretische Systeme innerhalb der Astrologie, die den Begriff des Karmas detaillierter beleuchten und sich vor allem auf dieses Gebiet spezialisieren: So hat sich zum Beispiel die Huber Schule, die von Bruno und Louise Huber begründet wurde, zur Gänze diesem Thema verschrieben. Sie berechnet Mithilfe der beiden Mondknoten – das sind die Punkte an denen der Mond die Ekliptik kreuzt – die Ereignisse und Qualitäten vergangener Inkarnationen. Aufgrund der Lehrmeinung der „Huber-Schule“ gibt es karmische Ursachen für alle unsere Eigenschaften und Taten. Und diese karmischen Ursachen lassen sich eben auch in einem Horoskop berechnen.
Eine andere Quelle, die karmische Zusammenhänge beleuchtet, ist die so genannte Karmaastrologie. Ein Karmahoroskop betrachtet das Geburtshoroskop eines Menschen bezüglich karmischen Themen, untersucht deren Gewichtung und zeigt auf, welche Lebensbereiche betroffen sind. Ein gut erstelltes Karmahoroskop bietet oft einen anderen Blick auf Lebenskrisen oder Schicksalsschläge und kann einen wesentlichen Beitrag zur Bewältigung dieser Probleme leisten.
Wie die meisten Begriffe aus der Esoterik wird auch das Wort Karma in der Astrologie häufig missbräuchlich verwendet und muss für alle Arten von Lebensproblemen herhalten.